Staatsgrundsätze des Bruder Klaus

Die Eidgenossen standen 1481 vor der Aufgabe den Bund per Eid zu erneuern. Stadt und Land hatten unterschiedliche Interessen. Damals wäre der Bund fast zerbrochen. Ende 1481 kamen die Tagsatzungs-Abgeordneten nach Stans, um den neuen Eid abzulegen. Aber statt Vollmachten brachten sie Ehrsucht und Ränkespiele mit. Schnell war man entzweit. Statt eines neuen Eids stand ein Bruderkrieg bevor.  Das „Stanser Verkommnis“, welches Niklaus von Flüe am 22. Dez. 1481 vermitteln konnte, ist ein zentrales Grunddokument der alten Eidgenossenschaft. Nach dem Urteil der Historiker ist es für das Werden der Schweiz wichtiger als der Bundesbrief von 1291. Niklaus von Flüe, ist der Stifter der Schweiz, ihrer Freiheit und ihrer Friedensordnung. Unsere Zukunft hängt entscheidend davon ab, ob die 5 Staatsgrundsätze, die uns Bruder Klaus überliefert hat, wieder ernst genommen werden:

 

1. DER STAAT MUSS EINIG SEIN: «Eidgenossen, haltet zusammen, denn in der Einigkeit seid ihr stark. Hütet euch vor aller Zwietracht, denn sie nagt am Mark des Volkes!»


2. DER STAAT MUSS FREI SEIN: «Machet den Zaun nicht zu weit, damit ihr eure sauer erstrittene FREIHEIT erhalten und geniessen könnt!»

 

3. DER STAAT MUSS UNABHÄNGIG SEIN: «Mischt euch nicht in fremde Händel – und verbindet euch nicht mit fremder Herrschaft!»

 

4. DER STAAT MUSS WEHRBAR SEIN: «Ohne hochwichtigen Grund fangt nie einen Krieg an. So man euch FRIEDEN und FREIHEIT rauben will, kämpft mannhaft für FREIHEIT UND VATERLAND!»

 

5. DER STAAT MUSS CHRISTLICH SEIN

«Was die Seele ist für den Leib, das ist GOTT FÜR DEN STAAT. Wenn die Seele aus dem Körper weicht, dann zerfällt er und ist dem Untergang geweiht.“